Die
Provençalin
Frederik
Berger: Die Provençalin,
Berlin 1999, Aufbau Taschenbuch Verlag,
706 Seiten, 10,00 €
Die Provence in der ersten Hälfte des 16.
Jahrhunderts: Höhepunkt der Renaissance,
Beginn der Reformation. Die tragische Verstrickung
zweier Adelsfamilien: Freundschaft und Liebe
verwandeln sich in Mißtrauen, Haß
und Rache. Der Kampf zwischen einem Vater und
seinem Sohn vor dem Hintergrund der blutigen
Verfolgung der Waldenser im Luberon.
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Jean
Maynier, Baron d'Oppède, verliebt sich
in die schöne und kluge Madeleine d'Agoult
aus Lourmarin. Auch sie ist von ihm fasziniert,
weist ihn schließlich jedoch zurück
und heiratet, wie es die Familie bestimmt hat,
ihren Cousin. Jean Maynier sucht sich eine andere
Frau, die bei der Geburt ihres ersten Kindes,
eines Sohnes, stirbt. Damit beginnt die Geschichte
einer tragischen Verstrickung zweier Adelsfamilien
aus dem Luberon, die schließlich in Haß,
unerbittlicher Verfolgung und Mord endet. Der
Kampf der beiden Familien findet seinen Höhepunkt
in der berüchtigten Strafexpedition gegen
die Waldenser im Jahr 1545, die der Baron d'Oppède
in grausamer Härte leitet und die insbesondere
Madeleines Ortschaften und Ländereien verwüstet.
Mit zunehmendem Alter rückt Jean Mayniers
einziger Sohn Pierre in den Mittelpunkt der Familiensaga:
Er verliebt sich in Madeleines Tochter Beatrice
und versucht, sich aus der Abhängigkeit von
dem fanatischen Vater zu befreien. Doch er weiß
auch, daß sein Vater ihn als einziges Kind
und Erbe liebt und andere Pläne mit ihm hat
..
Der Roman verbindet die individuellen Schicksale
seiner Figuren mit den kriegerischen Ereignissen
in der Provence und den religiösen Auseinandersetzungen
der Epoche. Auf diese Weise zeigt er die Lebensweise,
die Probleme und Verstrickungen der beginnenden
Neuzeit.
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