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Der
Ring des Falken
Frederik
Berger: Der Ring des
Falken
Reinbek bei
Hamburg 2011,
Kindler Verlag
(Rowohlt
Verlagsgruppe),
510 S., 19,95 €
Auch als eBook
erhältlich: 16,99
€
Der
Roman, eine Art
mittelalterliche
„road-novel“,
erzählt
die Geschichte eines
jungen Troubadours und
Ritters, der zwei Frauen
liebt.
Seine Sehnsucht nach der
wahren Liebe verbindet
sich mit der Suche nach
seiner
wahren Herkunft und
damit nach sich selbst.
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Bernardou,
Sohn
eines Falkners,
verbringt gegen Ende des
12. Jahrhunderts seine
Kinderjahre auf der Burg
von Les Baux, zusammen
mit Serena, der Tochter
des Herrn. Ein
tragisches Ereignis
beendet seine
glücklichen Tage
und trennt ihn zugleich
von seiner geliebten
Freundin, die er nie
mehr
vergessen wird.
Auf der Klosterschule
von Arles und
später auf der Burg
von Orange
lernt er die Grundlagen
der Troubadourkunst
sowie die Fertigkeiten,
die
ein Ritter beherrschen
muss. Seine
Ausbildung beendet
abrupt und
gewaltsam die Begegnung
mit Rounaldo, dem Roten
Ritter, der zu seinem
Todfeind wird.
Nach ersten
Bewährungen und
Abenteuern lernt er
Madeleine, die
Tochter seines Mentors
kennen, und beide
verlieben sich
ineinander. Sie
wird die zweite
große Liebe seines
Lebens.
Doch auch diese Liebe
wird
auseinandergerissen, und
schließlich
gerät Bernardou in
die blutigen Wirren, die
den Krieg gegen die
Katharer eröffnen.
Er überlebt, doch
scheint er sowohl Serena
wie Madeleine verloren
zu haben. Zugleich muss
er entdecken, dass sein
wirklicher Vater nicht
der Falkner von Les Baux
ist.
Von nun an ist er auf
der Suche nach den
Frauen, die er liebt,
und
zugleich auf der Suche
nach seiner wahren
Herkunft.
Sein abenteuerlicher Weg
führt Bernardou,
einen Bruder des
Gralssuchers
Parzival,
von der Provence bis
nach Palermo und dann,
im Gefolge des
Stauferkönigs
Friedrich II., über
Rom und die Alpen in die
süddeutschen
Lande. Am Ende, nach
mannigfachen
– auch tragischen –
Gefährdungen und
Bewährungen,
erkennt er,
wer sein wirklicher
Vater war, was seine
Aufgabe im Leben ist und
dass er die Liebe, nach
der er
sich sehnte, längst
gefunden hat.
Der Roman bietet
neben einer
spannenden wie
gefühlsintensiven
Geschichte ein
Porträt der
Jahre um 1200, er
schildert das Leben und
die Kultur der damaligen
Zeit
und fügt die
Geschichte des Helden in
den historisch
authentisch
geschilderten Rahmen
seiner Zeit ein: Zur
zweiten
männlichen
Hauptfigur entwickelt
sich der junge
Stauferkönig
Friedrich II., dessen
erste Jahre als
Herrscher der Held wie
auch der
Leser in all ihrer
unglaublichen Dynamik
miterleben können.
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